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Sensenkurs in Buggingen

Das Wichtigste beim Sensenmähen ist ein scharfes Blatt. Deshalb ging es bei unserem Sensenkurs am 16. September erst einmal um das richtige Dengeln und Wetzen des Arbeitsgerätes. Die Sensenspezialisten Roland und Lucia Reminder hatten auf ihrem Anhänger alles dabei, was man braucht. Worb, Sensenbaum, Blatt, Sensenring, Dengelhammer, Dengeleisen, Schlagdengler – Roland Reminder erklärte den acht Sensenfans nicht nur das ganze Fachvokabular. Er unternahm mit uns auch einen kurzen Ausflug in Theorie und Geschichte des genialen Schnittwerkzeuges.

Im Anschluss kam der praktische Teil und es ging an Dengeln. Jede und jeder bekam einen Hocker, Dengelhammer und Dengeleisen – und dann ging’s Schlag auf Schlag. Millimeter um Millimeter wurde das Blatt bearbeitet. Man spürte deutlich den Unterschied, was es hieß mit dickem Hammer auf das schmale Dengeleisen bzw. mit spitzem Hammer auf ein breites Dengeleisen zu schlagen.

Mit den frisch geschärften Sensen machten wir uns dann ans Mähen unserer Vereinswiese. Auch hier erklärten uns Roland und Lucia erstmal die richtige Mähtechnik. Wie steht man richtig, wie hält man die Sense, wie geht eine Einfachmahd, wie eine Doppelmahd, wie mäht man am besten eine Baumscheibe?

Bei dem spätsommerlichen Wetter kamen wir mächtig ins Schwitzen und mussten feststellen, dass sich trockenes Gras deutlich schlechter mähen lässt als taunasses Gras am frühen Morgen. Sensenmähen ist etwas für Frühaufsteher. Mit vereinten Kräften schafften wir es dennoch die ganze Wiese zu mähen.

Zum Schluss stellte Roland die von selbst mitgebrachten Sensen noch bestmöglich ein und gab noch einige Anekdoten zum Besten. Wir haben an dem Tag viel gelernt und können jetzt mit neuem Fachwissen, professioneller Mähtechnik und frischem Schwung dem Wildwuchs begegnen.



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