Erfolgreicher Abschluss des Fachwartkurses 2025/26
- Peter Kirsch
- vor 10 Stunden
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Im Oktober 2025 begann bei der Fachwartvereinigung Markgräflerland e. V. der neue Fachwartkurs zum LOGL-Geprüften Obst- und Gartenfachwart.
100 Stunden Theorie und Praxis
Rund 100 Stunden Theorie und Praxis lagen vor uns – berufsbegleitend und abwechslungsreich. Unsere Gruppe bestand aus 20 Teilnehmenden und war nahezu paritätisch besetzt. Die Vorkenntnisse waren sehr unterschiedlich: Manche kamen bereits aus fachnahen Berufen, andere betraten mit dem Kurs weitgehend neues Terrain. Was uns jedoch von Anfang an verbunden hat, war das gemeinsame Interesse an der fachgerechten Pflege von Streuobstbeständen, an der Pflanzung und Erziehung von Jungbäumen sowie an deren Vermehrung. Gerade diese Mischung aus unterschiedlichen Erfahrungen, Blickwinkeln und Fragen hat den Kurs lebendig und bereichernd gemacht. Der Lehrgang bot uns einen beeindruckend breiten Einblick in die vielfältigen Themenbereiche des Obst- und Gartenbaus.
Fachwartkurs mit breitem Spektrum an Schnitttechniken
Neben der Pflege von Streuobstwiesen beschäftigten wir uns unter anderem mit Erwerbsobstbau, Obstverwertung, Boden, Umweltschutz, Gemüseanbau sowie dem Schnitt von Stauden und Ziergehölzen. Dabei wurde schnell deutlich, wie eng all diese Bereiche miteinander verwoben sind und wie viel Wissen, Erfahrung und Verantwortung in einer fachgerechten Bewirtschaftung und Pflege stecken. Etwa die Hälfte der Unterrichtszeit war der Praxis gewidmet. Fast immer hatten wir mit dem Wetter Glück und konnten sowohl an alten Obstbäumen als auch an jüngeren Pflanzungen den fachgerechten Erziehungs-, Erhaltungs- und Pflegeschnitt erlernen. Besonders wertvoll war, dass uns die Praxislehrkräfte Johannes Meyer, Roland Steiner, Ingo Huber und Johannes Dietrich mit großem Engagement begleiteten. Durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen eröffneten sie uns ein breites Spektrum an Schnitttechniken und praktischen Erfahrungen. So wurde deutlich, dass Baumschnitt nicht nur Handwerk ist, sondern auch Beobachtung, Verständnis und ein gutes Gespür für den jeweiligen Baum erfordert.
Bestens betreut und versorgt
Ein besonderer Dank gilt Hanspeter Schley, der die Kursteilnehmenden sowie die engagierten Mithelfenden der Fachwartvereinigung Markgräflerland unermüdlich unterstützte. Bei Wind und Wetter sorgte er für Leitern, Getränke und Verpflegung – ein Einsatz, der nicht selbstverständlich ist und von uns mit großem Applaus gewürdigt wurde.

Streuobst-Begeisterung wirkte ansteckend
Auch die Fachlehrkräfte in der Theorie haben uns mit spürbarer Leidenschaft und großem Fachwissen begleitet. Klaus Nasilowski vom Landratsamt Lörrach, Mickey Wiedermann (Trinationales Umweltzentrum TRUTZ) und Susanne Pfunder verstanden es, uns das Themengebiet rund um Boden, Umweltschutz, Garten, Obstbau und die vielen angrenzenden Fachbereiche anschaulich und praxisnah näherzubringen. Ihre Begeisterung hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Kurs nicht nur lehrreich, sondern auch motivierend und inspirierend war.
Exkursionen zu Fachbetrieben
Die umfangreiche Ausbildung wurde durch Exkursionen zu ausgewählten Fachbetrieben ergänzt, darunter das Obstparadies in Staufen, die Baumschule Matthias Schott in Sasbach-Leiselheim, der Demeter-Betrieb Piluweri in Hügelheim, der Gartenbaubetrieb Markus Hügel in Rümmingen und die Obstbaumschule Ganter in Wyhl am Kaiserstuhl.Im April 2026 konnten alle Teilnehmenden den Kurs mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung erfolgreich abschließen. Im Rahmen einer Abschlussfeier mit gemeinsamem Abendessen im Écomusée d’Alsace wurden schließlich die Urkunden überreicht. Lothar Herb vom Kreisverband Emmendingen für Obstbau, Garten und Landschaft, Hanspeter Schley, Klaus Nasilowski sowie der 1. Vorsitzende Reimund Eberle gratulierten herzlich zum erfolgreichen Abschluss. Der Nachmittag wurde durch eine Führung über die dortigen Streuobstwiesen bereichert, die von elsässischen Obst- und Gartenfachleuten gepflegt werden. Die verbleibende Zeit bis zum Abendessen nutzten wir für die Besichtigung der eindrucksvollen Museumsanlage. Damit fand der Kurs einen passenden und stimmungsvollen Abschluss.
Wir bleiben engagiert und in Kontakt
Rückblickend bleibt vor allem große Dankbarkeit: für die engagierten Fachlehrerinnen und Fachlehrer, für die praxisnahe Wissensvermittlung, für die vielen helfenden Hände und für die gute Gemeinschaft innerhalb der Gruppe. Als Zeichen unserer Wertschätzung bedankte sich die Kursgruppe mit zwei Geschenkkörben aus dem Obstbaumparadies Staufen. Bereits zu Beginn des Kurses wurde ein digitaler Chatraum eingerichtet, der den intensiven Austausch innerhalb der Gruppe ermöglichte. Dieser bleibt auch über das Kursende hinaus bestehen und wird sicher weiter zu einer regionsübergreifenden Vernetzung beitragen. Denn der Kurs hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begeisterung geweckt – für Obstbäume, Streuobstwiesen, Gartenkultur und für das gemeinsame Engagement, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Peter Kirsch (Obst- und Gartenfachwart 2026), Staufen
















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